Inhalt

in Projekten blättern

Angaben zum Forschungsprojekt

Chancen und Barrieren für hochqualifizierte Menschen mit Behinderung bezüglich des Übergangs in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis

Die UN-BRK fordert Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung zu stärken, sich deren volle und wirksame Teilhabe zum Ziel zu machen sowie Chancengleichheit und Barrierefreiheit zu sichern. Dies gilt auch für die Bereiche Bildung (Artikel 24) und Erwerbsarbeit (Artikel 27). Während sich zahlreiche Projekte mit der Inklusion niedrigqualifizierter Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt beschäftigen, wurde den hochqualifizierten Menschen mit Behinderung bisher nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und drohender Fachkräfteengpässe muss diese Gruppe als Ressource für den ersten Arbeitsmarkt mehr Beachtung finden. Daten der Bundesagentur für Arbeit von 2011 verdeutlichen, dass der wirtschaftliche Aufschwung 2010, der zu sinkenden Arbeitslosenquoten bei nichtbehinderten AkademikerInnen führte, weitestgehend an schwerbehinderten AkademikerInnen vorbei ging. Welche Barrieren beeinträchtigen den Übergang ins Erwerbsleben von AbsolventInnen mit Behinderung und verhindern deren chancengerechte Teilhabe? Am Beispiel der Region Köln-Bonn wird eine erste Iststand-Analyse der Situation hochqualifizierter Menschen mit Behinderung am Übergang vom Studium ins Erwerbsleben durchgeführt. Da öffentliche Informationen und Statistiken den Übergang für die interessierende Stichprobe nicht ausreichend abbilden können, werden zusätzlich die Perspektiven und Verbesserungsvorschläge relevanter Akteure (inklusive der Betroffenen selbst) mithilfe von Experteninterviews und im Rahmen einer Zukunftswerkstatt erhoben. Parallel dazu werden auf der Grundlage systematischer Recherchen regionale Angebote und -strukturen, die den Übergangsprozess vorbereiten und unterstützen sowie Best Practice-Beispiele und Forschungsprojekte identifiziert. Auf Grundlage dieser Daten werden Barrieren und dringende Handlungsbedarfe herausgestellt und wichtige nächste Schritte abgeleitet.



Beginn:

01.09.2012


Abschluss:

30.04.2013


Art:

Gefördertes Projekt / Wissenschaftliche Arbeit


Kostenträger:


Aktion Mensch e. V.



Weitere Informationen


Abstract

University graduates with disabilities: a regional study on the transition from higher education into employment in times of an aging workforce.

Looking at the employment situation of university graduates with disabilities in Germany, a lack of inclusion can be detected (Federal Employment Agency, 2011). Even the economic upturn in 2010 that lead to improvements for other university graduates, did not have an effect on the employment situation of graduates with disabilities. That contradicts the requirements of the Convention on the Rights of Persons with Disabilities. By signing the convention Germany agreed to promote autonomy, ensure accessibility as well as equal opportunities and work for full and effective inclusion in all areas of society, including education (Article 24) and work and employment (Article 27). What are the barriers that hinder the transition process from higher education into employment for university graduates with a disability and cause a deficit in equal opportunities? This study is the first to explore the state of inclusion on the first job market and the transition process in the Cologne-Bonn region from several perspectives. Disabled graduates, agencies and services that support the transition as well as employers are asked to describe barriers and opportunities from their point of view to identify urgent needs for action. Regional supportive structures concerning the qualification of university graduates with disabilities and their transition to the labor market are identified and compared to structures in other countries. Examples for best practice are collected.


Referenznummer:

R/FO125460


Informationsstand: 03.04.2020