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Bibliographische Angaben zur Publikation

Verzahnte Ausbildung Metro Group mit Berufsbildungswerken (V.A.M.B.)

Vision und Evaluation



Autor/in:

Schulz, Katrin; Seyd, Wolfgang; Vollmers, Burkhard


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2006, 45. Jahrgang (Heft 7), Seite 177-181, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2006



Abstract:


Die Autoren stellen das Modellprojekt V.A.M.B - Verzahnte Ausbildung Metro Group mit Berufsbildungswerken - vor. Dieses wurde vom damaligen Bundesministerium für Soziale Sicherung, der Bundesarbeitgemeinschaft der Berufsbildungswerke sowie dem Konzernbetriebsrat und der Konzernschwerbehindertenvertretung der METRO GROUP gegründet, um Jugendlichen mit Lernbehinderung neue Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt zuzusichern.

In den letzten Jahren wurden generell zu wenige Ausbildungsplätze für Schulabgänger in Deutschland angeboten. Für junge Leute mit Behinderung verschlechterte sich die Situation deshalb noch mehr. Im Jahr 2003 wurden über 90 Prozent dieser Gruppe in außerbetrieblichen Einrichtungen wie zum Beispiel Berufsbildungswerken ausgebildet.

VAMB ist ein Modellversuch Rahmen der im Jahre 2004 gestarteten Initiative job - Jobs ohne Barrieren, um betroffene Jugendliche in Ausbildungsplätze der freien Wirtschaft einzubinden. Dazu werden Auszubildende aus Berufsbildungswerken im letzten Ausbildungsjahr in Betrieben der METRO Group beschäftigt und haben während dieser Zeit die gleichen Rechte und Pflichten wie ihre nicht behinderten Kolleginnen und Kollegen. Ziel ist es, einen Rückzug der Jugendlichen in ein Berufsbildungswerk zu verhindern.

Bis zum Sommer 2006 war das Projekt lediglich Auszubildenden aus Verkaufsberufen vorbehalten. In der zweiten Jahreshälfte kamen die Berufsfelder Gastronomie und Logistik hinzu. In der Organisation der Kooperation zwischen Berufsbildungswerk und Betrieb wurde darauf geachtet, den Jugendlichen nicht nur einen Wechsel des Lernortes zu ermöglichen, sondern die gesamte Ausbildung systematisch anzubahnen, zu gestalten, zu kontrollieren und anschließend zu reflektieren.

Das Projekt wird vom Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Universität Hamburg wissenschaftlich begleitet, um die Erfolge im Allgemeinen und der Jugendlichen im Speziellen messen zu können. Dabei spielte vor allem der Abschluss der Ausbildung sowie die Kompetenzentwicklung bei den Teilnehmern eine Rolle.

In einem Zwischenergebnis des Projektes aus 2005 zeigte sich, dass diejenigen Auszubildenden, die ihre Lehre abschlossen, ihre Erfahrungen als sehr wertvoll beurteilten und sich in die Betriebe integriert fühlten. Die Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern METRO Group und Berufsbildungswerke lief größtenteils reibungslos. Allerdings wünschten sich die betrieblichen Partner eine stärkere Beteiligung an der Auswahl der Jugendlichen und eine stärkere Reflexion der im Betrieb mit ihnen gesammelten Erfahrungen.

Bei der Einstellung der Jugendlichen zeichnete sich ein Problem ab: viele Jugendliche überschätzten ihre Sozialkompetenz. Diese im Einstellungsverfahren realistischer abzuschätzen und während der Ausbildung weiter auszubauen, sollte zukünftig ein Ziel des Projektes sein.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Berufsausbildung im Rahmen der Verzahnten Ausbildung | REHADAT-Gute Praxis
Projekt Verzahnte Ausbildung Metro Berufsbildungswerke (V.A.M.B.) | REHADAT-Forschung
Projekt Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken (VAmB) (Folgeprojekt) | REHADAT-Forschung




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Behindertenrecht - Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/3409


Informationsstand: 07.02.2007