Inhalt

Detailansicht

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Chancen für Lernbehinderte


Autor/in:

Noppenberger, Stefan


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Personal, 2008, 60. Jahrgang (Heft 1), Seite 36-37, Düsseldorf: Verlagsgruppe Handelsblatt, ISSN: 0031-5605


Jahr:

2008



Abstract:


In ihrem Projekt: Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken - V.A.m.B. - engagiert sich die Düsseldorfer METRO Group für die Qualifizierung benachteiligter Jugendlicher.

Das im Jahre 2004 von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke und der Metro Group ins Leben gerufene Projekt: Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken (V.A.m. B.) gibt lernbehinderten Jugendlichen die Möglichkeit eine qualifizierte und praxisorientierte Ausbildung zu absolvieren. Das triale Ausbildungssystem aus Praxis, Theorie und Fördermaßnahmen basiert auf der Zusammenarbeit von Berufsschule, Berufsbildungswerk und Betrieben.

Neben der Theorie liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der praktischen Ausbildung, die in den Berufsbildungswerken meist nicht realitätsgetreu vermittelt werden kann. So wird den Auszubildenden dieses Projektes in realen Betrieben unter realen Bedingungen die Praxis ihres Ausbildungsberufes nahe gebracht. Begleitet und unterstützt werden sie dabei von engagierten Ausbildern im Praxisbetrieb und Mitarbeitern des Berufsbildungswerks.

Die Universität Hamburg untersucht und begleitet das Modellprojekt, damit sich die verzahnte Ausbildung anhand der Ergebnisse nachhaltig im deutschen Berufsbildungswerk etablieren kann. 2004 wurde das Projekt zum ersten Mal durchgeführt, wobei lernbehinderte Jugendliche in der praxisorientierten Ausbildungsphase in einem Unternehmen der Metro Group integriert werden sollten.

Bei einem Auswahltag konnten die lernbehinderten Jugendlichen vorab ihre Fähigkeiten und Leistungen unter Beweis stellen. Dieser diente vor allem dazu, Vorurteile seitens der Ausbilder abzubauen und Berührungsängste zu verringern. Nach dem Erfolg der ersten Staffel konnte schon in der zweiten der Auswahltag durch ein Auswahlgespräch ersetzt werden und man verlängerte die Zeit im Betrieb auf bis zu zwei Jahre.

Die so gesammelten Erfahrungen wurden dazu genutzt, die notwendigen Rahmenbedingungen für das Projekt zu schaffen. Es wurden standardisierte Unterlagen erstellt, um die Verwaltung und die Ausbildungspläne zu vereinheitlichen. Darüber hinaus haben alle Beteiligten versucht, die Verzahnung der Ausbildung voranzutreiben und neue Unternehmen für das Projekt zu gewinnen.

Neben der Integration der lernbehinderten Jugendlichen in die allgemeine Arbeitswelt, hat das Projekt einen sehr positiven Einfluss auf die weiteren Berufschancen der Auszubildenden. Viele konnten nach ihrer Ausbildung übernommen werden oder hatten bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Daher ist eine weitere Förderung und der Ausbau des Projektes erstrebenswert.

Die METRO Group und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke wurden für ihr Engagement in der Ausbildung benachteiligter Jugendlicher mit dem Initiativpreis für Aus- und Weiterbildung ausgezeichnet. Der Preis ist nicht nur eine Anerkennung für den innovativen Ausbildungsansatz des V.A.m.B-Projekts sondern auch Beleg für das soziale Engagement der METRO Group und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Berufsausbildung im Rahmen der Verzahnten Ausbildung | REHADAT-Gute Praxis




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


PERSONAL (ab Heft 10/2011: PERSONALquarterly)
Homepage: https://www.haufe.de/personal/zeitschrift/personalquarterly/...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA4015


Informationsstand: 15.01.2008