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Angaben zum Urteil

Außerordentliche fristlose Kündigung wegen Androhung eines Amoklaufs innerhalb eines vertraulichen Gesprächs im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagement

Gericht:

LAG Hessen


Aktenzeichen:

2 Sa 1305/14


Urteil vom:

22.04.2015


Grundlage:

BGB § 626 Abs. 1 / SGB IX § 84 Abs. 2



Leitsatz:

Die behauptete Drohung mit einem Amoklauf während eines BEM-Gesprächs rechtfertigt nicht den Ausspruch einer außerordentlichen fristlosen Kündigung, wenn - wie hier - aufgrund der besonders 'geschützten' Situation eines BEM-Gesprächs nach § 84 Abs. 2 SGB IX unter Berücksichtigung von dessen Verlauf, dem Bestand des Arbeitsverhältnisses von über zwanzig Jahren und dem Gesundhheitszustand des Arbeitnehmers sowie der Annahme eines 'Augenblicksversagens' die Interessen des Arbeitnehmers am Fortbestand des Arbeitsverhältnisses überwiegen.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

ArbG Gießen, Urteil vom 18.07.2014 - 10 Ca 289/13
BAG, Urteil vom 22.04.2015 - 2 AZR 47/16



Quelle:

Rechtsprechungsdatenbank Hessen


Referenznummer:

R/R7077


Weitere Informationen

Themen:
  • außerordentliche Kündigung /
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement /
  • Kündigung /
  • Prävention /
  • Weiterbeschäftigung / leidensgerechter Arbeitsplatz

Schlagworte:
  • Arbeitsgerichtsbarkeit /
  • Arbeitsunfähigkeit /
  • außerordentliche Kündigung /
  • betriebliches Eingliederungsmanagement /
  • Ermittlungspflicht /
  • Gesundheitszustand /
  • Interessenabwägung /
  • Kündigung /
  • leidensgerechter Arbeitsplatz /
  • Leistungsfähigkeit /
  • Pflichtverletzung /
  • Urteil /
  • verhaltensbedingte Kündigung /
  • Weiterbeschäftigung /
  • Weiterbeschäftigungsanspruch


Informationsstand: 08.11.2016

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