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Angaben zum Urteil

Wirksamkeit einer außerordentlichen krankheitsbedingten Kündigung - Referenzzeitraum für die Zukunftsprognose bei häufigen Kurzzeiterkrankungen

Gericht:

LAG Köln 7. Kammer


Aktenzeichen:

7 Sa 121/17


Urteil vom:

13.07.2017


Grundlage:

BGB § 611 / BGB § 626 / TVöD Abs.2. §34



Leitsätze:

1. Bei einer außerordentlichen krankheitsbedingten Kündigung muss die Prognose ergeben, dass bei einer Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses das für den Arbeitsvertrag typische Austauschverhältnis von Leistung und Gegenleistung zu Lasten des Arbeitgebers 'sinnentleert' wäre.

2. Zu den Kriterien für die Bemessung des Referenzzeitraums für die Ermittlung der Zukunftsprognose bei häufigen Kurzerkrankungen.

3. Vorbehaltlich besonderer Umstände des Einzelfalls ist in der Fallgruppe der häufigen Kurzerkrankungen im Regelfall ein dreijähriger Referenzzeitraum zugrunde zu legen.

4. Bei einer für die Zukunft zu erwartenden Fehlzeitenquote von 42,12 % liegt ein 'sinnentleertes' Arbeitsverhältnis noch nicht vor.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

ArbG Bonn, Urteil vom 22.12.2016 - 3 Ca 1769/16
BAG, Urteil vom 25.04.2018 - 2 AZR 6/18



Quelle:

Justizportal des Landes NRW


Referenznummer:

R/R7678


Weitere Informationen

Themen:
  • außerordentliche Kündigung /
  • krankheitsbedingte Kündigung /
  • Kündigung

Schlagworte:
  • Arbeitsfähigkeit /
  • Arbeitsgerichtsbarkeit /
  • außerordentliche Kündigung /
  • Fehlzeit /
  • körperliche Belastung /
  • Krankheitsbedingte Kündigung /
  • Kurzerkrankung /
  • Leistungsfähigkeit /
  • Prognose /
  • psychische Belastung /
  • Referenzperiode /
  • Urteil /
  • Zeitraum /
  • Zukunftsprognose


Informationsstand: 18.09.2018

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