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Angaben zum Urteil

Gesetzliche Unfallversicherung - Anspruch auf eine Hörgeräteversorgung - geringgradige Schwerhörigkeit als BK-Folge

Gericht:

SG Mannheim 14. Kammer


Aktenzeichen:

S 14 U 2090/10


Urteil vom:

19.10.2011



Leitsätze:

1. Hat der Unfallversicherungsträger bindend eine geringgradige Schwerhörigkeit als BK-Folge festgestellt, besteht ein Anspruch des Versicherten auf eine Versorgung mit Hörgeräten, wenn der Versicherte diese wünscht und akzeptiert und eine wirkungsvolle Minderung der Hörstörung durch die Versorgung mit Hörgeräten erreicht wird ('Ermessensreduktion auf Null').

2. Wurde vom Unfallversicherungsträger bindend eine geringgradige Schwerhörigkeit als BK-Folge festgestellt, kommt es für die Versorgung mit Hörgeräten nicht auf einen bestimmten prozentualen Hörverlust an.

3. Die Versorgung mit Hörgeräten ist schon in leichten Fällen der berufsbedingten Schwerhörigkeit möglich, wenn die Voraussetzungen der Hilfsmittelrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses erfüllt sind.

Fortsetzung/Langtext


Quelle:

Justizportal des Landes Baden-Württemberg


Referenznummer:

R/R3937


Weitere Informationen

Themen:
  • Hilfsmittel /
  • Hilfsmittel für hörbehinderte Menschen /
  • Information, Kommunikation /
  • Leistungsträger /
  • Unfallversicherung

Schlagworte:
  • Berufskrankheit /
  • BK 2301 /
  • Hilfsmittel /
  • Hilfsmittelversorgung /
  • Hörbehinderung /
  • Hörgerät /
  • Hörhilfe /
  • Lärmschwerhörigkeit /
  • Missbräuchlichkeit /
  • Notwendigkeit /
  • Schwerhörigkeit /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Unfallfolge /
  • Unfallversicherung /
  • unmittelbarer Behinderungsausgleich /
  • Urteil


Informationsstand: 27.06.2012

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