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Angaben zum Urteil

Gleichstellung mit einem schwerbehinderten Menschen wegen des drohenden Verlustes des Arbeitsplatzes

Gericht:

LSG Baden-Württemberg 13. Senat


Aktenzeichen:

L 13 AL 3853/10


Urteil vom:

08.01.2011



Leitsätze:

1. Eine Gleichstellung mit einem schwerbehinderten Menschen wegen des drohenden Verlustes des Arbeitsplatzes ist nach § 2 Abs. 3 SGB IX nur dann vorzunehmen, wenn dem behinderten Menschen infolge seiner Behinderung ohne die Gleichstellung der konkrete Verlust des Arbeitsplatzes droht; eine bloß abstrakte Gefährdung des Arbeitsplatzes genügt nicht.

2. Missverständnisse, nicht geklärte Zuständigkeiten, ein unfreundlicher Umgang miteinander, unklare Arbeitsanweisungen, fachliche Defizite und fehlendes Verständnis für die jeweilige Situation des anderen oder auch persönliche Schwierigkeiten im Verhältnis von behindertem Menschen und Vorgesetzten, die nicht auf einer Behinderung beruhen, rechtfertigen eine Gleichstellung mit einem schwerbehinderten Menschen im Sinne des § 2 Abs. 3 SGB IX nicht.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

SG Heilbronn Urteil vom 12.07.2010 - S 6 AL 2033/09



Quelle:

Justizportal des Landes Baden-Württemberg


Referenznummer:

R/R3552


Weitere Informationen

Themen:
  • Feststellungsverfahren /
  • Gleichstellung

Schlagworte:
  • Arbeitsplatz /
  • Arbeitsplatzverlust /
  • Arbeitsunfähigkeit /
  • Atemwegserkrankung /
  • Fehlzeit /
  • Feststellungsverfahren /
  • Gleichstellung /
  • Gleichstellungsantrag /
  • Gleichstellungsverfahren /
  • Gleichstellungsvoraussetzung /
  • Kündigungsandrohung /
  • Rückenerkrankung /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Urteil


Informationsstand: 05.08.2011

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