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Bibliographische Angaben zur Publikation

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Autor/in:

Kast, Rudolf


Herausgeber/in:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)


Quelle:

Arbeit und Gesundheit, 2009, 60. Jahrgang (Heft 7), Seite 14-15, Wiesbaden: Universum, ISSN: 0946-7602


Jahr:

2009



Abstract:


Rudolf Kast, Leiter der Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung der Sick AG, stellt die ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung (GGB) vor, die psychische Belastungen am Arbeitsplatz verringern soll, um körperliche Erkrankungen und Fehlzeiten zu vermeiden. Die Sick AG führte die ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung erstmals im Jahr 2005 ein. Sie stellt eine Ergänzung zur herkömmlichen Gefährdungsbeurteilung dar und konzentriert sich auf die psychosozialen Belastungen, die aus den Arbeitsbedingungen resultieren.

Nachdem in drei unterschiedlichen Bereichen der Sick AG eine solche ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung mithilfe von Fragebögen, Tätigkeitsanalysen und Beobachtungsinterviews durchgeführt wurde, konnten drei zentrale Probleme herausgefiltert werden. Die Mitarbeiter klagten über Platzmangel, Lärm, Stress sowie Überlastung und Zeitdruck durch die Arbeitsmenge. Um dem entgegenzuwirken wurden die Gefährdungen genauer untersucht und es wurden Maßnahmen zur ihrer Reduktion getroffen. So wurde beispielsweise ein Anbau errichtet, um den Platzmangel auszugleichen und Projekte zurückgestellt und verschoben, um die Überlastung zu verhindern.

Ein halbes Jahr nach der ersten Durchführung wurden die Mitarbeiter zu ihrer Zufriedenheit mit den Maßnahmen der ganzheitlichen Gefährdungsbeurteilung befragt. Während die Angestellten in den Maßnahmen zum Platzmangel und Lärm eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen sahen, konnten sie sich im Hinblick auf das eingeführte Parallelmanagement, das die Arbeitsmenge und den Zeitdruck verringern sollte, nicht einigen.

Schlechte Arbeitsbedingungen wirken sich nicht nur auf die Gesundheit des einzelnen Mitarbeiters aus, sondern wirken sich auch auf organisatorischer Ebene nachteilig aus. Wenn bei der ganzheitlichen Gefährdungsbeurteilung psychische Fehlbelastungen reduziert und Ressourcen bei der Arbeit erhalten und ausgebaut werden sollen, werden damit neben der langfristigen Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit auch organisatorische Ziele angestrebt, wie Senkung von Krankenstand und Fluktuation, motivierte Mitarbeiter und eine Steigerung der Produktivität.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Arbeit & Gesundheit - Das Magazin für Sicherheitsbeauftragte
Homepage: https://aug.dguv.de/magazin-ausgaben/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0174


Informationsstand: 15.07.2009

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