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Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsfähigkeit, Belastungen und Ressourcen nach schweren Brandverletzungen


Autor/in:

Ripper, Sabine; Renneberg, Babette; Wallis, Hanna [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 2007, 20. Jahrgang (Heft 78), Lengerich: Pabst Science Publishers, ISSN: 0933-842X


Jahr:

2007



Abstract:


Hintergrund:

Brandverletzungen zählen zu den schwersten und schmerzhaftesten Verletzungen, die Menschen erleiden können, und bedeuten gleichermaßen eine schwerwiegende physische wie auch psychische Verletzung. Dieser Artikel beschreibt die Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität von schwer brandverletzten Personen ein halbes Jahr nach dem Klinikaufenthalt.

Methodik:

Anhand von Selbsteinschätzungsinventaren und Akteneinsicht wurden bei 65 Brandverletzten soziodemografische und medizinische Parameter, Arbeitsfähigkeit und Dauer der Arbeitsunfähigkeit, psychische Belastung und psychosoziale Ressourcen erhoben.

Die Erhebung erfolgte zu Zeitpunkt 1 (T1) kurz nach dem Unfall und sechs Monate später (T2). Mittels Regressionsanalyse wurde ein Prognosemodell für die Dauer der Arbeitsunfähigkeit nach dem Unfall erstellt.

Ergebnisse:

Die selbsteingeschätzte psychische Belastung war hoch. Gleichzeitig zeigten die Probanden zu beiden Messzeitpunkten ein hohes Maß an Optimismus und wahrgenommener sozialer Unterstützung. Sechs Monate nach der Brandverletzung waren 27 Prozent der Probanden noch immer arbeitsunfähig. Die psychische Belastung der arbeitsunfähigen Patienten war höher als die der arbeitsfähigen. Neben der Verletzungsschwere trug das Ausmaß an Depression substanziell zur Prognose der Arbeitsunfähigkeitsdauer bei, insgesamt werden 63 Prozent der Varianz von diesen beiden Prädiktoren aufgeklärt.

Schlussfolgerungen:

Ein Viertel der Schwerbrandverletzten war nach sechs Monaten noch arbeitsunfähig und wies eine höhere psychische Belastung auf als die arbeitsfähigen Probanden. Sowohl die Verletzungsschwere als auch das Ausmaß der Depression des Patienten kurz nach dem Unfall erlaubten eine Prognose über die Dauer der Arbeitsunfähigkeit. Es werden spezifische Konzepte benötigt, mit Hilfe derer der langwierige Prozess der Rehabilitation abgekürzt und optimiert werden kann.

[Kurzfassung]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Praxis Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation
Homepage: https://www.psychologie-aktuell.com/index.php?id=praxis

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA4160


Informationsstand: 02.12.2008

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