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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Bedeutung von psychischem Stress, Eustress und Ressourcen für die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz


Autor/in:

Mohr, Gerhard


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Sozial- und Präventivmedizin - Social and Preventive Medicine, 1993, Sonderausgabe, 38. Jahrgang (Supplement 2), Seite 96-99, Basel: Birkhäuser, ISSN: 0303-8408 (Print); 1420-911X (Online)


Jahr:

1993



Abstract:


Stress gilt als aversive Situation, deren Vermeidung subjektiv wichtig ist. Das Individuum weiß jedoch nicht, ob es die Situation beenden kann. Ist das Individuum jedoch sicher, eine Anforderung erfolgreich beenden zu können, so bezeichnet man die Situation als Eustress.

Stress und Eustress sind somit nicht gleichzusetzen. Eine vermehrte Erfahrung erfolgreich beendeter Anforderungen kann eine Ressource, also eine Hilfe im Umgang mit Stress, sein. Aufgrund empirischer Befunde weiß man, dass psychische Stressoren in systematischer Weise mit Befindensbeeinträchtigungen im Vorfeld klinischer Symptomatik verbunden sind. So gilt die Veränderung psychischer Stressoren als eine Präventivmaßnahme.

Wie den Daten von Untersuchungen mit Industriearbeitern zu entnehmen ist, enthält die Arbeitstätigkeit selbst Ressourcen im Umgang mit Stress, nämlich Handlungsspielraum und soziale Unterstützung. Die Erweiterung von Handlungsspielräumen sowie die Förderung sozialer Unterstützung dient dort als Präventionsmöglichkeit, wo Stressoren (noch) nicht direkt verändert werden können.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Significance of psychological stress, absence of stress and resources for health promotion at the workplace


Abstract:


Stress is defined as a lasting, averse situation, the avoidance of which appears to be subjectively important and where the individual is not sure of having enough ability to control it. Eustress, contrary to this, is characterized by the individual's confidence of being able to master given demands successfully. Therefore eustress can not equated with stress. One may assume that the repeated experience of mastering given demands constitutes a resource in coping with stressors.

Empirical findings have shown psychic stressors to be systematically linked with individual discomfort preceding clinical symptoms. Therefore alterations to psychic stressors may be a mean of prophylaxis. Data from surveys on blue-collar workers moreover have suggested that two working conditions themselves may provide resources for coping with stressors: decision latitude and social support. Hence enlarging decision latitude and enhancing social support may be possibilities for prevention, especially in such cases, where stressors cannot (yet) be directly changed.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Zeitschrift fand 2006 ihre Fortsetzung in der Zeitschrift
International Journal of Public Health
Homepage: https://link.springer.com/journal/38

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Referenznummer:

R/ZA0466


Informationsstand: 18.07.1995

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