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Bibliographische Angaben zur Publikation

Burnout Syndrom

Ursachen und Auswirkungen (Teil 1) - Diagnostik und Behandlung (Teil 2)



Autor/in:

Stock Gissendanner, Scott; Stock, Christian; Tigges-Limmer, K. [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (dgvt)


Quelle:

Tübingen: Eigenverlag, 2012


Jahr:

2012



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Abstract:


Der Begriff 'Burnout-Syndrom' - 'Ausgebrannt sein', auch als Erschöpfungsdepression bezeichnet - bezieht sich auf einen 'Symptomkomplex mit dem Kardinalsymptom Erschöpfung als Reaktion auf eine lange andauernde emotionale und interpersonelle Belastung am Arbeitsplatz', einschließlich des 'Arbeitsplatzes' im Dienst der eigenen Familie. Zwei weitere Hauptsymptome sind ebenfalls häufig auf die Berufstätigkeit bezogen: Depersonalisierung (oder Zynismus) und die reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit.

Das Burnout-Syndrom ist also zusammengefasst charakterisiert durch
1. hohe Erschöpfung und
2. Depersonalisierung sowie
3. niedrige Leistungsfähigkeit.

Das Burnout-Syndrom ist ein vor allem arbeitspsychologisches Hilfskonstrukt zur Beschreibung eines weitverbreiteten Phänomens der heutigen Arbeitswelt, keine Krankheit mit eindeutigen diagnostischen Kriterien. Es findet in der ICD-10 lediglich als eins der 'Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung' unter der Zusatzziffer Z73 Erwähnung. Kosten für die Behandlung des Burnout-Syndroms werden von den Gesetzlichen Krankenkassen und Rentenversicherungen dementsprechend nicht übernommen. Die Kosten für die Behandlung Betroffener werden von den entsprechenden Institutionen nur dann übernommen, wenn neben der ICD-10-Diagnose Z73 eine Komorbidität in Bezug auf psychische Störungen (ICD-10-Klassifikation Kapitel V [F00-F99] Psychische und Verhaltensstörungen) besteht.

Als eine von vielen 'modernen' stressbedingten, subjektiv wahrgenommenen, Gesundheitsbeschwerden hat das Burnout-Syndrom keine eindeutige psychische oder körperliche Ursache. Aber auch wenn das Burnout-Syndrom manchmal als 'Modediagnose' herabgestuft wird, sind seine Symptome trotzdem mit großen Problemen für die Betroffenen und mit erheblichen Kosten für die Gesellschaft verbunden. Chronischer Stress ist die Grundlage vieler psychischer Störungen, auch des Burnout-Syndroms. Die Prävalenzraten von Frühverrentungen und Arbeitsfehlzeiten aufgrund von psychisch und psychosomatisch bedingten Störungen im Allgemeinen haben sich zwischen 1993 und 2008 mehr als verzweifacht. Es besteht möglicherweise ein Zusammenhang zwischen dem erhöhten Auftreten des Burnout-Syndroms und der Zunahme der Dauer der Arbeitsunfähigkeit.

Die Zahl der Personen in psychiatrischen und psychosomatischen Rehabilitationskliniken, die an Burnout-typischen Symptomen leiden, wächst. Die klinischen Angebote für Burnout-Syndrom-Betroffene nehmen ebenfalls zu und werden nach Berufsgruppen und anderen Kriterien immer weiter differenziert.

Mit der wachsenden Prävalenz und Bekanntheit wächst auch der Bedarf an fundiertem Wissen über das Burnout-Syndrom bei Behandlern in der klinischen Psychologie, Psychotherapie bzw. Psychosomatik und Psychiatrie. Diese Fortbildung besteht aus zwei Teilen. Im hier folgenden ersten Teil werden unterschiedliche Aspekte des wissenschaftlichen Diskurses im Kontext der Definition des Burnout-Syndroms sowie die verschiedenen Ansätze, seine Pathogenese genauer zu beschreiben, dargestellt. Der zweite Teil widmet sich den vorhandenen Verlaufsmodellen, den bekannten weiterführenden gesundheitsschädigenden Auswirkungen des Burnout-Syndroms, seiner Diagnostik sowie seiner Behandlung.

[Aus: Autorenreferat]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


DGVT Fort- und Weiterbildung
Homepage: http://www.dgvt-fortbildung.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV1798


Informationsstand: 29.04.2015

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