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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rehabilitation von Infarkt-Rehabilitanden in der Eisen- und Stahlindustrie und ergonomische Anpassung der Arbeitsplätze an Koronargeschädigte

Förderkennung: 7245-42-2-001



Autor/in:

Vuylsteek


Herausgeber/in:

Informations- und Koordinationsbüro der Ergonomischen Gemeinschaftsaktion


Quelle:

Luxemburg: Eigenverlag, 1981, 26 Seiten


Jahr:

1981



Abstract:


Die körperliche und psychosoziale Belastung am Arbeitsplatz wurde im Rahmen des EGKS-Forschungsprogramms an 26 Herzinfarktrehabilitanden und an einer Kontrollgruppe von 26 gesunden Arbeitnehmern untersucht.

Bezüglich der kardiovaskulären und energetischen Belastung ergaben sich keine signifikanten Unterschiede zwischen Rehabilitanden und Kontrollgruppe. Die meisten Rehabilitanden konnten ihre ursprüngliche berufliche Tätigkeit weiter wahrnehmen, ohne dass es zu besonderen kardiovaskulären Ereignissen kam.

Die Untersuchung der psychosozialen Belastung zeigte, dass die Rehabilitanden den gleichen Arbeitsauftrag subjektiv nicht als schwerer empfanden als die Kontrollgruppe. Hinsichtlich der sozialen Unterstützung durch Kollegen und Familienmitglieder und bezüglich der beruflichen Stressoren ergaben sich Unterschiede sowohl zwischen der Gruppe der Rehabilitanden und der Kontrollgruppe als auch innerhalb der Rehabilitandengruppe zwischen Arbeitern und Angestellten. Das psychologische Gesamtbild der Rehabilitanden, die auf einen anderen, 'leichteren' Arbeitsplatz umgesetzt wurden, fiel wesentlich ungünstiger aus.

Aus den Ergebnissen der Untersuchung lässt sich als allgemeine Schlussfolgerung ziehen, dass ehemalige Infarktpatienten nicht systematisch an einen leichteren oder weniger verantwortungsvollen Arbeitsplatz versetzt werden sollten.

Außerdem hatte die psychosoziale Betreuung während der vorangegangenen Periode im Rehabilitationszentrum offenbar einen sehr günstigen Einfluss auf die psychische Belastbarkeit der wiedereingegliederten Infarktpatienten, so dass der Schwerpunkt bei der ergonomischen Wiedereingliederung bei Infarktrehabilitanden eher auf der psychosozialen Betreuung als auf der materiellen Anpassung des Arbeitsplatzes liegen sollte.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Menschen mit Herzerkrankung am Arbeitsplatz | REHADAT-Gute Praxis




Dokumentart:


Graue Literatur / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


k. A.

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Referenznummer:

R/FB0139


Informationsstand: 26.06.1989

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