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Angaben zum Urteil

Gesetzliche Unfallversicherung - Berufskrankheit - arbeitstechnische Voraussetzung - Heben und Tragen schwerer Lasten - Mainz-Dortmunder-Dosismodell - Druckkraftschwelle

Gericht:

LSG Baden-Württemberg 10. Senat


Aktenzeichen:

L 10 U 5965/06


Urteil vom:

25.09.2008



Leitsätze:

1. Der Begriff der 'schweren Last' i.S. der Nr. 2108 der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung ist entsprechend dem aktuellen Stand der Wissenschaft in Abhängigkeit von der Art der Lastenmanipulation zu bestimmen, sodass für die unterschiedlichen Arten der Lastenmanipulation (z.B Heben einerseits, Tragen andererseits) auch unterschiedliche Gewichte anzusetzen sind. Es darf somit gerade nicht auf eine als schwer angesehene Last von 20 kg für alle Hebe- und Tragearten abgestellt werden (Abweichung zu BSG, Urteil vom 30.10.2007, B 2 U 4/06 R).

2. Bei Anwendung des Mainz-Dortmunder-Dosismodells muss zur Umsetzung der arbeitstechnischen Voraussetzung 'schwere Last' deshalb eine Druckkraftschwelle festgelegt werden.

3. Das beidhändige Heben von 12,5 kg schweren Gegenständen unterfällt nicht dem Anwendungsbereich der Nr. 2108 der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

SG Reutlingen Gerichtsbescheid vom 23.10.2006 - S 8 U 310/05
BSG Urteil vom 12.01.2010 - B 2 U 33/08 R



Quelle:

Justizportal des Landes Baden-Württemberg


Referenznummer:

R/R6969


Weitere Informationen

Themen:
  • Berufskrankheiten /
  • Feststellungsverfahren /
  • Leistungsträger /
  • Unfallversicherung

Schlagworte:
  • Anspruch /
  • Arbeitsbelastung /
  • arbeitstechnische Voraussetzung /
  • Berufskrankheit /
  • Beurteilung /
  • Beurteilungskriterium /
  • BK 2108 /
  • BK 2109 /
  • Einwirkung /
  • Feststellungsverfahren /
  • Gesamtbelastung /
  • Heben /
  • Kausalität /
  • Leistung /
  • Leistungsanspruch /
  • Mainz-Dortmunder-Dosismodell /
  • Rückenerkrankung /
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  • Wortlaut


Informationsstand: 24.08.2016

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