Inhalt

in Urteilen und Gesetzen blättern

Angaben zum Urteil

Anerkennung und Entschädigung einer Wirbelsäulenerkrankung als Berufskrankheit

Gericht:

LSG Berlin-Brandenburg 2. Senat


Aktenzeichen:

L 2 U 55/02


Urteil vom:

18.11.2008


Grundlage:

BKV Anl 1 Nr 2110



Leitsätze:

1. Zur Nichtanerkennung einer bandscheibenbedingten Erkrankung der Lendenwirbelsäule bei einem mit der Ausbildung von Dressurpferden, Military- und Springpferden befassten Reitlehrer/ Zureiter als Berufskrankheit gem BKV Anl Nr 2110 mangels Vorliegens der arbeitstechnischen Voraussetzungen.

2. Die im Merkblatt des BMGS vom 1.5.2005 (BArbBl 7/2005 S 43) zur Berufskrankheit BKV Anl Nr 2110 genannte und auf epidemiologischen Studien beruhende Belastungsgrenze ist auf die Besonderheiten des Zureitens nicht übertragbar. Denn für die danach vorzunehmende Gefährdungsermittlung kann nicht ohne weiteres auf die für Fahrzeuge und bewegliche Arbeitsmaschinen verwendeten Rechenmethoden und Richtwerte abgestellt werden, weil diese Werte zwei Besonderheiten berücksichtigen, die beim Zureiten nicht vorliegen, nämlich das Vorliegen belastender Schwingungsfrequenzen als Dauereinwirkung und die Schwere und die Häufigkeit der belastenden Stößen, die als zusätzliche Belastung hinzukommen.

Fortsetzung/Langtext


Quelle:

Justizportal Berlin-Brandenburg


Referenznummer:

R/R3197


Weitere Informationen

Themen:
  • Berufskrankheiten /
  • Feststellungsverfahren

Schlagworte:
  • Anerkennungsverfahren /
  • Berufskrankheit /
  • BK 2110 /
  • Feststellungsverfahren /
  • Rückenerkrankung /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Urteil


Informationsstand: 12.08.2009

in Urteilen und Gesetzen blättern