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Angaben zum Urteil

Bildung des Gesamt-GdB - gleichwertige Berücksichtigung aller Einzel-GdBs

Gericht:

SG Düsseldorf


Aktenzeichen:

S 31 SB 46/02


Urteil vom:

12.11.2002



1. Bei der Bildung des Gesamt-GdB nach den 'Anhaltspunkten' (oder der 'Behindertentabelle') sind die ermittelten Einzel-GdB nicht daraufhin zu überprüfen, ob die von ihnen ausgehenden Funktionsbeeinträchtigungen tatsächlich einen GdB in der Höhe rechtfertigen, die die 'Anhaltspunkte' vorgeben.

2. Bewerten die 'Anhaltspunkte' eine Gesundheitsstörung, wie z.B. die Bluterkrankheit, mit einem bestimmten GdB (hier 20), so ist bei der Bildung des Gesamt-GdB davon auszugehen, dass diese Behinderung funktionell gleichwertig ist mit jeder anderen Behinderung, die nach den 'Anhaltspunkten' ebenfalls diesen GdB (hier 20) bedingt. Bei Einzel-GdB von 30 für eine Bauchwandschwäche mit Narbenbruch und Verwachsungen, 20 für einen Hüft- und Kniegelenksverschleiß und 20 für eine Bluterkrankheit kann daher ein Gesamt-GdB von 50 nicht mit der Begründung versagt werden, die Bluterkrankheit sei nicht mit funktionellen Einschränkungen verbunden.


Quelle:

Internetseite zum Schwerbehindertenrecht


Referenznummer:

R/R2343


Weitere Informationen

Themen:
  • Feststellungsverfahren /
  • Gesamt-GdB /
  • Grad der Behinderung (GdB)

Schlagworte:
  • Anhaltspunkte /
  • Behindertentabelle /
  • Einzel-GdB /
  • Feststellungsverfahren /
  • Funktionseinschränkung /
  • GdB /
  • GdB-Beurteilung /
  • Gesamt-GdB /
  • Gleichbehandlung /
  • Gleichwertigkeit /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Urteil


Informationsstand: 19.10.2005

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