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Angaben zum Urteil

Schwerbehindertenrecht - Bildung des Gesamt-GdB - GdB 20 - GdB 30

Gericht:

LSG Mainz 4. Senat


Aktenzeichen:

L 4 SB 56/01


Urteil vom:

25.10.2001



Leitsatz:

1. Bei der Bildung des Grades der Behinderung (GdB) nach dem Sozialgesetzbuch - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (SGB 9) ist bei mehreren Funktionsbeeinträchtigungen (Teil-Behinderungen) im Rahmen einer funktionalen Gesamtschau festzustellen, wie die durch alle Störungen bedingten Funktionsausfälle gemeinsam die Erwerbsfähigkeit iS des § 30 Abs 1 BVG beeinträchtigen.

2. Während eine kleine Teil-Behinderung mit einem GdB von 20 nicht in jedem Fall zu einem höheren Gesamt-GdB führt, ist eine Teil-Behinderung mit einem GdB von 30 nach den Anhaltspunkten zwingend erhöhend um wenigstens 10 bei der Bildung des Gesamt-GdB zu berücksichtigen, auch wenn dieser GdB von 30 im Einzelfall (hier: operativ versorgter Hydrocephalus) lediglich einen 'Schwellenwert' darstellt.


Quelle:

JURIS-GmbH


Referenznummer:

KSRE011601109


Weitere Informationen

Themen:
  • Feststellungsverfahren /
  • Gesamt-GdB /
  • Grad der Behinderung (GdB)

Schlagworte:
  • Beeinträchtigung /
  • Einzel-GdB /
  • Erwerbsfähigkeit /
  • Feststellungsverfahren /
  • Funktionseinschränkung /
  • GdB-Beurteilung /
  • Gesamt-GdB /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Urteil


Informationsstand: 31.07.2002

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