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Bibliographische Angaben zur Publikation

Parken bevorzugt

Leichter Parken mit Handicap



Autor/in:

Obermayr, Ursula


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

HANDICAP, 2007, 14. Jahrgang (Heft 4), Seite 64-65, München: Belitz & Neumann


Jahr:

2007



Abstract:


Die Autorin erklärt, wem beim Parken welches Recht zusteht. Personen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 und mit den zusätzlichen Merkzeichen aG oder Bl erhalten den in der Europäischen Union (EU) geltenden hellblauen Parkausweis, der nicht voraussetzt, dass der Inhaber das Auto selbst steuert. Bewusst ausgeschlossen sind Menschen mit einem geringen Behinderungsgrad oder ohne Merkzeichen, da die Behindertenparkplätze nur in beschränkter Zahl zur Verfügung stehen.

Der EU-Parkausweis ist nicht wie früher unbefristet ausgestellt, sondern richtet sich nach der Gültigkeit des Schwerbehindertenausweises. Alte nationale Parkerlaubnisse gelten bis zum Ablaufen ihrer Gültigkeit, längstens allerdings bis Ende 2010. Im Ausland ist zu beachten, dass der Ausweis nur die im jeweiligen Land geltenden Rechte einräumt.

In Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Bremen und im Saarland werden gelbe Parkausweise ausgestellt, um behinderten Menschen, die nicht die Voraussetzungen der oben genannten Merkzeichen erfüllen, das Parken zu erleichtern. Mit dem gelben Parkausweis darf man zwar nicht auf Behindertenparkplätzen parken, jedoch kann man die übrigen Vergünstigungen des blauen Parkausweises nutzen.

Eine Ausnahmegenehmigung erhalten:
- schwerbehinderte Menschen mit dem Merkzeichen G und B und einem GdB von wenigstens 80 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen,
- schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem GdB von wenigstens 70 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen und gleichzeitig einem GdB von wenigstens 50 für Funktionsstörungen des Herzens und der Atmungsorgane,
- schwerbehinderte Menschen, die an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden, wenn hierfür ein GdB von wenigstens 60 vorliegt,
- schwerbehinderte Menschen mit künstlichem Darmausgang und zugleich künstlicher Harnableitung mit einem GdB hierfür von wenigsten 70.

Zuständig für die Genehmigung ist die Straßenverkehrsbehörde des Wohnortes.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


HANDICAP - Das Magazin für Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen und ihre Freunde
Homepage: http://www.handicap.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0130/6521


Informationsstand: 21.02.2008

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