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Angaben zum Urteil

Entschädigung nach AGG - Bewerberauswahl durch öffentlichen Arbeitgeber - Benachteiligung wegen der Schwerbehinderung

Gericht:

LAG Schleswig-Holstein 5. Kammer


Aktenzeichen:

5 Sa 375 öD/18


Urteil vom:

29.08.2019


Grundlage:

AGG § 15 Abs. 2 / AGG § 2 Abs. 1 Nr. 1 / AGG § 3 Abs. 1 S. 1 / AGG § 6 Abs. 1 S. 2 / SGB IX § 81 Abs. 2 S. 1, 2 a.F. / SGB IX § 82 S. 2 a.F.



Leitsätze:

1. Personalpolitische Erwägungen, die die Mitarbeiterzufriedenheit und eine nachhaltige Personalplanung zum Ziel haben, sind nicht sachwidrig und damit geeignet, die Kausalitätsvermutung zu widerlegen (BAG, Urteil vom 20. Januar 2016 - 8 AZR 194/14 -, Rn. 47, juris). Dies gilt jedenfalls dann, wenn es das einzige negative Auswahlkriterium war, einen grundsätzlich geeigneten schwerbehinderten Bewerber nicht zum Vorstellungsgespräch einzuladen.

2. Hat der Arbeitgeber den grundsätzlich geeigneten schwerbehinderten Bewerber daneben auch und vorliegend vornehmlich aus personalwirtschaftlichen Gründen nicht zum Vorstellungsgespräch geladen, ist jedoch die von der Nichteinladung zum Vorstellungsgespräch ausgehende Kausalitätsvermutung nicht widerlegt.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

ArbG Flensburg, Urteil vom 30.08.2018 - 2 Ca 6/18



Quelle:

Landesrechtsprechung Schleswig-Holstein


Referenznummer:

R/R8404


Weitere Informationen

Themen:
  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) /
  • Arbeitsplatzsuche / Bewerbung /
  • Benachteiligung / Benachteiligungsverbot /
  • Bewerbungsverfahren / Personalauswahl /
  • Neueinstellung / Stellenbesetzung /
  • Personalauswahl öffentlicher Arbeitgeber

Schlagworte:
  • Arbeitsgerichtsbarkeit /
  • Arbeitssuche /
  • Auswahl /
  • Auswahlentscheidung /
  • Benachteiligungsschutz /
  • Bewerbung /
  • Bewerbungsgespräch /
  • Bewerbungsverfahren /
  • Diskriminierung /
  • Eignung /
  • Einladungspflicht /
  • Entschädigung /
  • Entschädigungsanspruch /
  • Neueinstellung /
  • öffentlicher Dienst /
  • Stellenbesetzung /
  • Urteil


Informationsstand: 03.04.2020

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