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Bibliographische Angaben zur Publikation

Burnout-Syndrom - Beurteilung im Beamtenrecht


Autor/in:

Richartz-Salzburger, Elke; Lederer, Peter; Köhler, N. K. U.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2014, 110. Jahrgang (Heft 4), Seite 159-163, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2014



Abstract:


Das unspezifische 'Burnout-Syndrom' kommt im beamtenrechtlichen Kontext dann zum Tragen, wenn sich aus den berufsbedingten Belastungen und Beschwerden eines Beamten eine länger dauernde Symptomatik von Krankheitswert entwickelt. Eine der größten von 'Burnout' betroffenen Berufsgruppen, die in einigen Bundesländern zugleich die größte Gruppe der Beamten darstellt, ist die der Lehrer.

Zur Feststellung einer möglichen Dienstunfähigkeit ist das Vorliegen einer psychiatrischen Diagnose gemäß internationaler Kriterien zu prüfen. Hierfür kann der Dienstherr ein amtsärztliches Gutachten anordnen. In Kenntnis von Vorbefunden und etwaigen Auffälligkeiten am Arbeitsplatz wird im Rahmen einer ausführlichen psychiatrischen Untersuchung eine Diagnose gestellt und die resultierenden tätigkeitsbezogenen Leistungseinschränkungen beschrieben.

Die gutachterliche Stellungnahme stellt die Grundlage einer verwaltungsrechtlichen Entscheidung dar, ob krankheitsbedingt eine qualitativ oder quantitativ beschränkte Dienstfähigkeit vorliegt und entsprechende Maßnahmen einzuleiten sind. Im Unterschied zu den gesetzlichen Versicherungen gibt das Beamtenrecht bisher keine standardisierten Richtlinien oder Verwaltungsvorschriften für das konkrete Vorgehen vor.

Dies erlaubt dem amtsärztlichen Gutachter eine individuelle, dienstpostenbezogene Einschätzung und die Empfehlung spezifischer Behandlungen und Interventionen von Seiten der Dienststelle, was im Gutachten medizinisch zu begründen und nachvollziehbar darzustellen ist. Ziel derartiger Maßnahmen wie vorübergehende Pflichtstundenermäßigung oder Rehabilitationsbehandlungen bleibt der Erhalt der Dienstfähigkeit.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0151/0077x05


Informationsstand: 29.08.2014

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