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Angaben zum Urteil

Reichweite des Direktionsrecht des Arbeitgebers - Berücksichtigung schützwürdiger Belange des Arbeitnehmers - Örtliche Versetzung an einen weit entfernten Arbeitsort - billiges Ermessen

Gericht:

LAG Hessen


Aktenzeichen:

10 Sa 231/15


Urteil vom:

20.05.2016


Grundlage:

GewO § 106 Satz 1 / BGB § 315



Orientierungssatz:

1. Die Berücksichtigung schutzwürdiger Belange des Arbeitnehmers anlässlich der Ausübung des Direktionsrechts kann eine personelle Auswahlentscheidung des Arbeitgebers erfordern. Die Leistungsbestimmung ist dann ggf. gegenüber einem weniger sozial schutzbedürftigen Arbeitnehmer zu treffen (im Anschluss an BAG 10. Juli 2013 - 10 AZR 915/12).

2. Vor diesem Hintergrund hätte die Arbeitgeberin die Anordnung zur Versetzung in einen 490 km entfernten Standort nicht dem 54-jährigen und seit 1997 betriebszugehörigen Kläger gegenüber aussprechen dürfen, wenn hierfür auch ein erst 24-jähriger Geselle im Betrieb mit einer kürzeren Betriebszugehörigkeit in Frage kam.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

ArbG Darmstadt - Urteil vom 27.01.2015 - 3 Ca 344/14



Quelle:

Rechtsprechungsdatenbank Hessen


Referenznummer:

R/R7265


Weitere Informationen

Themen:
  • Beschäftigungsverhältnis / Arbeitsplatz /
  • Versetzung / Abordnung

Schlagworte:
  • Abwägung /
  • Arbeitgeberpflicht /
  • Arbeitsgerichtsbarkeit /
  • Arbeitsort /
  • Betriebszugehörigkeit /
  • billiges Ermessen /
  • Direktionsrecht /
  • Schutzwürdigkeit /
  • Urteil /
  • Versetzung


Informationsstand: 06.03.2017

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